Familienstellen als Schlüssel zur Traumaverarbeitung
Wenn du etwas erlebt hast, was dein Nervensystem nicht verarbeiten konnte und du unter den Folgen leidest, sprechen wir von einem erlebten Trauma. Vielen Menschen ist nicht mal bewusst, dass sie unter einem Trauma oder den damit verbundenen Folgen leben. Ein Trauma stellt eine zutiefst schmerzhafte seelische Wunde dar, die oft durch einschneidende und überwältigende Ereignisse verursacht wird, oder in Situationen, die für uns wiederkehrend bedrohlich sind, oder aus denen wir vermeintlich nicht herauskommen. Diese Ereignisse können von leichten bis schweren Unfällen, Trennungen und seelischem Missbrauch bis hin zu Verlusten geliebter Menschen und Gewalterfahrungen reichen, die tiefgreifende Folgen für das weitere Leben hervorrufen können.
Die Auswirkungen eines Traumas sind vielfältig und beeinflussen das Leben, ohne das es die Betroffenen oft mitbekommen. Symptome wie wiederkehrende Ängste, Schlafstörungen, Aggression, Depression, Isolation, Schuldgefühle, chronische Erschöpfung oder Schmerzen, körperliche Beschwerden, Beziehungsprobleme, Anpassungsstörungen, Gefühle der Entfremdung können zum Alltag werden.
Ich gehe einfühlsam und verständnisvoll mit deinen Erlebnissen um, in denen du traumatische Erfahrungen gemacht hast. So werden deine Erlebnisse behutsam in einer Aufstellung "angeteasert", berührt, geöffnet, angeschaut und verändert. Du bekommst ein völlig neues Bild von Außen auf das, was du vielleicht viele Jahre in dir trägst. Durch die Aufstellung wird eine Entladung der von dir abgespeicherten Bilder der erlebten Situation hervorgerufen, angeschaut und du wirst anschließend einen tiefen, inneren Abstand zu dem Erlebten spüren.
Durch das Familienstellen können wir die tiefen Wurzeln traumatischer Erfahrungen erkennen und den damit verbundenen Schmerz heilen. Ein Raum entsteht, in dem Verstrickungen gelöst und die Vergangenheit auf eine behutsame und respektvolle Weise aufgearbeitet werden kann. Dies ermöglicht häufig eine Transformation schmerzhafter Erinnerungen und eröffnet den Weg zu Heilung, innerem Frieden und persönlichem Wachstum. Ressourcen, an die du innerlich nicht dran gekommen sind, können wieder aktiviert werden.
Dadurch wird es möglich, sicherer, entspannter und autonomer durch dein eigenes Leben zu gehen.
Es ist wichtig anzumerken, dass nicht alle erlebten Erfahrungen oder Belastungen zwangsläufig traumatischer Natur sind. Traumatische Erfahrungen sind äußerst individuell, besonders in ihrem Ausmaß.
In meinem Beruf als Aufstellerin ist es von entscheidender Bedeutung, diese Unterscheidung zu berücksichtigen.
Daher differenziere ich in meinen Sitzungen und Aufstellungen meine Herangehensweise, indem ich die individuellen Lebensgeschichten und emotionalen Belastungen jedes Klienten angemessen berücksichtige.
Es wird nicht automatisch davon ausgegangen, dass jeder Klient zwangsläufig unter einem Trauma leidet.
"Ein Trauma ist nicht das was uns geschieht, sondern das, was wir innerlich von dem behalten, was uns widerfahren ist."
Gabor Maté

